Kantonspital Aarau

«Systemunterstütze dezentrale Lagerversorgung im Spital» Reto Bucher, Leiter Beschaffung und Logistik, Kantonsspital Aarau AG

Im Gesundheitsbereich ist der Anspruch an Effizienz, kurze Reaktionszeiten und maximale Verfügbarkeit sehr hoch. Schlussendlich geht es darum das Wichtigste zu erhalten, das Leben und die Gesundheit. Ein gut ausgebildetes Team an medizinischem Personal erledigt dabei nicht nur Aufgaben am Patienten, sondern ist auch mit administrativen Tätigkeiten ausgelastet. Zeit die schlussendlich bei der Pflege der Patienten fehlt.

Das Bewusstsein im Gesundheitswesen kosteneffiziente Beschaffungsprozesse elektronisch unterstützt und ohne Medienbruch umzusetzen, hat vor dem bereits beschriebenen Hintergrund hohe Priorität. Reto Bucher und sein Team haben für die KSA Stationsversorgung folgende Bedingungen erstellt.

  • Entlastung des Pflegepersonals
  • Eliminierung von Fehlern
  • Qualität erhöhen
  • Minimierung der “nichtwertschöpfenden Tätigkeiten“

Basierend auf diesen Bedingungen wurden die Anforderungen für ein System definiert, dass in diesem Anwendungsbereich eingesetzt werden soll.

  • Logistiksystem, das hoch automatisierte Prozesse ermöglicht.
  • Die benötigten Materialien sollen medienbruchfrei, automatisch und zeitunabhängig bestellt werden können.
  • Der Versorgungszyklus soll einfacher, schneller, sicherer und natürlich günstiger werden.
  • Die Stations-Lagerbestände sollen systemunterstützt bewirtschaftet sein.

Mit diesen Anforderungen ging es an die Evaluierung einer passenden Lösung. Neben Scanvarianten, RFID und manuellen Bestellmöglichkeiten wurde auch das SmartBin System betrachtet.

Diese Lösung ermöglicht es als Einzige, durch eine mit Sensoren ausgestattete Lagereinrichtung, Bestände kontinuierlich zu überwachen. Darüber hinaus werden Bestellungen automatisiert an das Zentrallager übermittelt, dort zu werden diese Kommissionieraufträgen weiterverarbeitet und im nächsten Distributionszyklus an die Stationen verteilt.

Zahlen und Daten

Ausgewertet wurden 100 Produkte, die sich neu auf den Waagen befinden.

  • Die durchschnittliche Lagermenge konnte um 60% (17‘500 Stk auf 6‘500 Stk) reduziert werden.
  • Der durchschnittliche Lagerwert konnte um 54% (von 4‘800.- auf 2‘300.-) reduziert werden
  • Der Lagerwert kann „automatisiert“ ausgewiesen werden